Service

Pressematerial

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserem Haus! Gegen Vorlage eines gültigen Presseausweises bekommen Sie freien Eintritt in die Ausstellungen des Museums für Steinzeit und Gegenwart.

Auf Wunsch senden wir Ihnen Pressetexte und Fotos per E-Mail zu. Bitte beachten Sie, dass eine Veröffentlichung der Fotos nur in Zusammenhang mit der Berichterstattung und unter Angabe des Copyright-Hinweises („Kastenhof Landau – Das Museum für Steinzeit und Gegenwart“) zulässig ist.

Das Fotografieren ist ohne Blitz und Stativ grundsätzlich erlaubt. Sollten Sie beides nutzen wollen, Film- und Audioaufnahmen vornehmen oder Bilder gewerblich nutzen wollen, bedarf es einer vorherigen Anmeldung und Genehmigung. Solche Anfragen können mit hohem organisatorischem Aufwand verbunden sein. Bitte berechnen Sie eine gewisse Bearbeitungszeit seitens des Museums ein.

Ansprechpartner ist das Kulturamt der Stadt Landau a.d. Isar.

Kulturamt der Stadt Landau a.d. Isar
Telefon 09951 941-115
E-Mail kulturamt(at)landau-isar.de

Bericht Landauer Neue Zeitung, 28.10.2019, Bayernteil - Einzigartiges Steinzeitmuseum nun geöffnet

Die beeindruckende Gegenwart der Geschichte (15.01.2020) - SR-Fernsehen

Das Museum in der Zeitschrift Bayerische Archäologie, Ausgabe 1/2020
Die Zeitschrift Bayerische Archäologie berichtet in der 1. Ausgabe dieses Jahres ausführlich über die neue Ausstellung im Kastenhof Landau – Das Museum für Steinzeit und Gegenwart.
Diese Ausgabe mit dem Titelthema Menschwerdung ist auch in unserem Museumsshop erhältlich.

Museumsrezension

Offener Brief des Museumsexperten Dr. Nigel Mills
an Bürgermeister Dr. Helmut Steininger vom 21.02.2020


Zur Person:
Der freiberuflich tätige Landschafts-Archäologe Dr. Nigel Mills ist spezialisiert auf die Erarbeitung strategischer Vermittlungskonzepte (Interpretation Frameworks) für eine besucherorientierte Vermittlung in Museen und Kultureinrichtungen in Europa. Dabei steht immer der Bezug zur heutigen Lebenswelt der Besucher im Fokus, um den Besucherinnen und Besuchern die Relevanz archäologischer Funde für die heutige Welt nahezubringen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit sind Projekte am transnationalen seriellen UNESCO-Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches“ (z. B. Obergermanisch-Raetischer Limes in Deutschland oder Hadrians Wall in Schottland). In Bayern erarbeitete er bereits mehrere strategische Vermittlungskonzepte, beispielsweise das Interpretation Framework „Drei Täler – 7000 Jahre“ für die archäologischen Museen und Sammlungen im Landkreis Landshut.


"Dear Herr Bürgermeister,

I would like to congratulate you on the new exhibition at Landau museum focused on the story of Lisar.

This is the best exhibition about life in prehistoric times that I have ever seen. You, your team and the exhibition designers can be very proud of what you have achieved. The particular points that I like about the exhibition are as follows:

1. The exhibition takes you on a real journey through Lisar's life, starting with the very high quality reconstruction of Lisar herself, that draws you in to her story. I like that you can see Lisar from a distance as you approach the main exhibition room, from across the stairs. She simply stands there, inviting interest and curiosity. There are no reconstructions of Neolithic houses such as you would often see. Simply Lisar herself, who commands attention. The visitor is then introduced to a day in the life of Lisar, her activities and daily chores, simply presented using very few objects. You then begin to look at the wider world of Lisar's activities in more detail, with videos showing the use of various tools, always illustrated with examples of the equivalent tools today, connecting with modern life. The story continues, gradually opening out to Lisar's wider world, first looking at Lisar's food and environment, before looking at Lisar's natural and cultural landscape. Only now, for the first time, do we see a reconstruction of a village and of her wider landscape. Moving on, we look at the wider world she would have been in contact with, through trade and exchange, and where some of the key resources came from. Finally, we make the ultimate connection with the modern world, the key revolutions that have transformed the world from Lisar's time to today, and are prompted to reflect on this.

This is first class story telling!

2. I like the fact that there are very few objects on display, and that you are not overloaded with text, objects or images. Just enough to make the point, and using very well chosen video clips to show objects and processes in action.

3. I like the comparisons with modern objects, enabling us to make connections between Lisar's world and ours.

4. I like very much the final section, prompting us to think about our place in the world.

5. I like the fact that the exhibition is not overloaded with exhibition technology - just enough, and enough variety, to make it interesting and to tell the story.

6. I like the beautiful spaces and the way the exhibition flows.

The people I observed visiting the museum were spending a lot of time looking, reading, thinking. It is not often that is achieved in a museum, where people tend to rush through without paying attention. Your exhibition draws visitors in, encouraging them to explore, discover and reflect. Brilliant!

Best wishes, Dr. Nigel Mills
Museum and Heritage Consultant

Deutsche Übersetzung:


Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

ich möchte Ihnen zu der neuen Ausstellung im Museum Landau, die sich mit Lisars Geschichte befasst, gratulieren.

Dies ist die beste Ausstellung über das Leben in vorgeschichtlicher Zeit, die ich je gesehen habe. Sie, Ihr Team und die Ausstellungsdesigner können sehr stolz auf das Erreichte sein. Folgende Punkte gefallen mir an der Ausstellung besonders:

1. Die Ausstellung nimmt uns mit auf eine regelrechte Reise durch Lisars Leben, beginnend mit der sehr hochwertigen Rekonstruktion von Lisar selbst, die uns in ihre Geschichte hineinzieht. Ich mag es, wie Lisar schon aus der Ferne sichtbar ist, wenn man sich dem Hauptausstellungsraum von der Treppe aus nähert. Sie steht einfach da, Interesse und Neugier weckend. Es gibt keine Rekonstruktionen neolithischer Häuser, wie sie oft in Museen zu sehen sind. Einfach nur Lisar selbst, die Aufmerksamkeit erregt. Die Besucher werden dann in einen Tag in Lisars Leben eingeführt, in ihre Tätigkeiten und täglichen Aufgaben, die einfach und mit sehr wenigen Objekten dargestellt werden. Danach beginnt man, die weitere Welt rund um Lisars Aktivitäten genauer zu betrachten. Videos zeigen die Verwendung verschiedener Werkzeuge, die immer mit Beispielen der entsprechenden Werkzeuge von heute illustriert werden und so eine Verbindung zum modernen Leben herstellen. Die Geschichte geht weiter und öffnet sich allmählich Lisars weiterer Welt. Zuerst betrachtet man Lisars Ernährung und Umwelt, bevor man sich ihrer natürlichen und kulturellen Umgebung zuwendet. Erst jetzt sehen wir zum ersten Mal eine Rekonstruktion eines Dorfes und dessen umgebender Landschaft. Im Folgenden betrachten wir entferntere Gegenden, mit der Lisar durch Handel und Austausch in Kontakt gekommen wäre und woher einige der wichtigsten Ressourcen stammten. Schließlich wird die ultimative Verbindung zur modernen Welt durch die wichtigsten Revolutionen, die die Welt seit Lisars Zeit bis heute verändert haben, hergestellt. Und wir werden angeregt, darüber nachzudenken.

Dies ist erstklassiges Storytelling!

2. Mir gefällt die Tatsache, dass nur sehr wenige Objekte ausgestellt werden und dass man nicht mit Texten, Objekten oder Bildern überladen wird. Es sind gerade genug, um den Sinn zu verdeutlichen. Sehr gut ausgewählte Videoclips werden verwendet, um Gegenstände und Techniken in Aktion zu zeigen.

3. Ich mag die Vergleiche mit modernen Objekten, die es uns ermöglichen, Verbindungen zwischen Lisars und unserer Welt herzustellen.

4. Ganz besonders gefällt mir der letzte Abschnitt, der uns dazu anregt, über unseren Platz in der Welt nachzudenken.

5. Mir gefällt die Tatsache, dass die Ausstellung nicht mit Ausstellungstechnologie überladen ist - gerade genug und ausreichend vielfältig, um sie interessant zu gestalten und die Geschichte zu erzählen.

6. Ich mag die schönen Räume und die ausstellungstechnische Umsetzung der erzählten Geschichte.

Die Menschen, die ich beim Besuch des Museums beobachtete, verbrachten viel Zeit damit, zu schauen, zu lesen und nachzudenken. Das ist nicht oft der Fall in einem Museum, in dem die Besucher meist ohne nähere Aufmerksamkeit hindurch eilen. Ihre Ausstellung zieht Besucher an und ermutigt sie, zu erkunden, zu entdecken und zu reflektieren. Brillant!

Mit herzlichen Grüßen, Dr. Nigel Mills
Berater für Museen und Kulturerbe